Soomer 2019 Slownien

Das war unser Super Sommer im Jahr 2019

Naturfreunde-Teenie-Freizeit in Slowenien im Sommer 2019

Dieses Mal ging die jährliche Jugendsommerfreizeit nach Bovec, ein kleiner Ort im Nordwesten Sloweniens. Eine Gegend, die von Naturschönheit protzt. Wir packten unsere Siebensachen und fuhren mit Zelt, Isomatte und Schlafsack zum Camp Liza, unserem Zuhause für die kommenden zwei Wochen. Das Panorama der Alpenregion verschlug uns den Atem. Toppen konnte dies nur noch die Koritnica, der direkt am Campingplatz gelegene Fluss.

Slowenien 2019

Unterhaltung und zur Ruhe kommen

Ein breitgefächertes, liebevolles Programm ließ uns zwei Wochen lang den stressigen Alltag ausblenden, im Hier und Jetzt leben und neue Kraft tanken. Wir hatten die Möglichkeit, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen, in dem wir Bänke bemalten und Traumfänger, Armbänder und vieles mehr anfertigten. In der Aftermovie-Film-AG haben wir Filmclips geplant, aufgezeichnet und zu einem Film zusammengestellt. Außerdem unterhielt uns die selbstständige Organisation der Camphochzeit mit anschließender Party im und am Fluss, der Naturfreunde-Theatertag, bei dem wir in einer Gruppenarbeit Theaterstücke selbst geschrieben und inszeniert haben, und auch jeder weiterer Programmpunkt. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, alles nachzuerzählen. Darum möchte ich lieber an einzelne Momente erinnern: die Übernachtwanderung am italienischen See, Werwolfnächte und Lagerfeuer, das Familienduell und Schlag das Team, sowie dutzende weitere Gesellschaftsspiele. Sportliche Aktivitäten, wie beispielsweise Volleyball, Schwimmen oder Yoga und musikalische Einlagen versüßten uns den Tag. Besonders im Gedächtnis geblieben ist der ständige Ohrwurm von Eternal Flame, der zu der Urlaubserinnerung schlechthin geworden ist. So wurde jede Wanderung, jede Fahrt zum Supermarkt und auch das bloße Zuspätkommen mit anschließendem Vorsingen -welches eigentlich als Sanktion gedacht war- zum Spaß.

Tagesausflüge

Am 06.08.2019 sind wir über die italienische Grenze zu einem See gefahren. Das Wasser war angenehm warm und klar, der Ausblick auf die Alpen traumhaft. Die Autofahrt wurde zum Karaoke- und Dancebattle.

Am 09.08.2019 wurden wir mit dem Bus am Campingplatz abgeholt und sind nach Ljubljana gefahren. Dort angekommen, konnten wir selbstständig in Kleingruppen die Ortschaft erkunden. Sightseeing, Shopping, Burgbesichtigung und Cafés am Fluss, die Hauptstadt Sloweniens hatte für jeden etwas zu bieten. Später durften wir uns beim gemeinsamen Mittagessen in der Innenstadt ein italienisches Gericht aussuchen, bevor wir erneut auf eigener Faust losgezogen sind.

Am 14.08.2019 und am 15.08.2019 haben wir am sogenannten Canyoning oder Rafting teilgenommen. Die einen wanderten, kletterten, rutschten und schwammen durchs Gebirge, während die anderen mit einem Schlauchboot den Fluss hinunterfuhren und dabei hin und wieder von der Wasseroberfläche abhoben. Dieses Abenteuer ließ uns erschöpft, aber glücklich zum Camp zurückkehren.

 

Gemeinschaftlichkeit

Wenn man mit einem Wort die Naturfreunde beschreiben soll, dann kommt man nicht drumherum, an die tolle Gemeinschaft, die man in den Freizeiten erfährt, zu denken. Denn das erste, was man vermisst, wenn man zuhause ist, ist die Gemeinschaftlichkeit. Man fühlt sich leer im ruhigen Zimmer. Man fühlt sich einsam beim Kochen oder bei den Mahlzeiten, da man sich in den zwei Wochen daran gewöhnt hat, alles gemeinsam zu tun. Doch zum Glück sind Freundschaften entstanden, die auch nach dem Urlaub Beststand haben. In vielen Gesellschaftsspielen, bei guten Gesprächen, fairen sportlichen Aktivitäten oder auch im Alltäglichen, beispielsweise in der gemeinsamen Versorgung des Camps im Küchendienst, steht Wertschätzung, Rücksichtnahme und Respekt an der Tagesordnung. Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, den Spaß, den wir in Slowenien hatten, zu erwähnen. Es gab immer mindestens eine Person, die mit ihrer guten Laune, den anderen ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Naturerlebnis

Hervorheben muss man ein paar Erlebnisse, die wir so schnell nicht oder vielleicht sogar niemals vergessen werden. Das aufregende Abseilen von einer Brücke herunter zum Fluss, bei dem wir -vielleicht etwas pathetisch, aber dennoch ehrlich ausgedrückt- sein eigenes Leben, seine eigene Körperlichkeit in die Hand nahm. Eine Schlange, die beim Rückweg unseren Weg kreuzte, beziehungsweise überschlängelte, ließ uns das restliche Adrenalin des Tages spüren.

Während man nachts in angenehmer Frische gut durchatmen konnte, konnten wir uns stets darauf verlassen, am nächsten Vormittag wieder den Sonnenschein zu erwarten. Obwohl wir uns nicht, insbesondere im Nachmittagsbereich, auf Wettervorhersagen stützen konnten, hatten wir rückblickend auch nachmittags viel Glück mit dem Wetter. Ein weiteres prägendes Naturerlebnis war ein gegen Ende der Freizeit in der Nacht aufkommendes Gewitter, welches uns auf wundervolle Art die Erhabenheit der Natur präsentierte und uns in den Zelten, nochmal ein Stück näher zusammenrücken ließ, sodass wir letztendlich bei dem plätschernden Regen und dem rauschendem Fluss einschliefen. 

Die überwältigende Höhe der Alpen, die unglaubliche Weite der Seen, die übermäßige Kraft des kühlen Flusses, übertrieben schönes, reines Wasser und überraschender Weise kaum bis gar keine Mücken. Leider kann man so manche schöne Zeit nicht adäquat mit einem Foto, nicht einmal mit unserem Aftermovie festhalten. Doch die Vergänglichkeit so schöner Erfahrungen lässt uns nicht deprimieren, sondern freudig auf die nächste Naturfreundefreizeit warten.

06.09.2019

Pauline Axthelm