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Naturfreundejugend NRW

Unsere Solidarität gegen eure Repressionnfjnrw

Wir blicken mit großer Sorge auf die aktuelle Verschärfung staatlicher Repression gegen soziale Bewegungen und Proteste.
In der Türkei gehen seit Wochen immer wieder zehntausende auf die Straßen, um gegen die Regierung Erdogan zu protestieren. Entzündet hatte sich der Protest an dem Neubau eines Einkaufszentrums nahe dem beliebten Taksim-Platz. Sicherheitskräfte gingen so massiv gegen den Protest vor, dass dieser sich zu einem Aufstand gegen die Regierung entwickelte. Tausende sind bereits verhaftetet worden und auch einige Tote hat das massive Eingreifen der Polizei schon verursacht.
Doch wir müssen gar nicht in die Ferne schauen, um die staatliche Niederschlagung von Protest zu beobachten. Das Szenario aus der Türkei erinnert an Stuttgart 21, wo die Regierung Mappus Wasserwerfer und Pefferspray gegen friedliche SchülerInnen und UmweltaktivistInnen einsetzte.
Besonders heftig traf die polizeiliche Repression auch die internationale Blockupy-Demonstration am 01.06. in Frankfurt a.M. Ein vermummter und gepanzerter schwarzer Block der Polizei stoppt die bis dahin völlig friedliche Demo und kesselte die ersten 900 DemonstrantInnen ein. Sie hätte sich mit Regenschirmen und Sonnenbrillen vermummt und mit Styropor-Schildern bewaffnet. Diese Vorwürfe sind absolut lächerlich. Auf die Einkesselung folgten kontinuierliche Angriffe von Polizeieinheiten auf DemonstrantInnen in- und außerhalb des Kessels. Es kam zu über 300 verletzte DemonstrantInnen durch Pefferspray und Knüppelschläge. Die Arbeit der DemosanitäterInnen und JournalistInnen wurde massiv behindert. Die DemonstrantInnen hielten sich trotz der massiven Provokationen nahezu vollständig an den Aktionskonsens: „Von uns geht keine Eskalation aus!“
Inzwischen ist deutlich geworden, dass diese Eskalationsstrategie der Polizei geplant die Demonstrationsroute an der Europäischen Zentralbank vorbei unmöglich machen sollte.
Die massive Gewalt der staatlichen Akteure gegen Protestbewegungen in aller Welt zeigen deutlich: De Mächtigen haben die Hosen gestrichen voll. Es wird inzwischen immer deutlicher, dass die Abwälzung der Krisenlasten auf die Schultern der Ärmsten nicht länger geduldet werden kann.
Daher solidarisieren wir uns mit den Repressionsopfern in Frankfurt und Istanbul und rufen ihnen zu:
 

Hoch die internationale Solidarität!